German edition: Hokitika Wildfoods Festival

Hokitika ist eine Kleinstadt and der Westküste von Neuseeland’s Südinsel. So manch einer wird durch Hokitika fahren, auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher oder dem Fox Gletscher, aber wohl nicht dort für längere Zeit anhalten. Aber ausser dass man dort günstiger tanken kann, weiss man eher wenig über dieses verschlafene Nest. Es sei denn, man hat das Glück, im Frühherbst dort zu sein. Dann geht’s rund in der Stadt, beim Hokitika Wildfoods Festival. Man könnte sagen, es ist ein ebenso kulinarisch wie auch visuell gepraegtes Erlebnis. Abenteuer garantiert!


Der erste Eindruck des Festivals ist… wild. Die Westkueste ist wo Gletscher fast bis zum Meer reichen, wo man von Stechmuecken regelecht aufgefressen wird während man den Mitre Peak in Milford Sound betrachtet, und wo man den State Highway 6 mit derTasmansee auf der einen Seite entlangfährt, und gleichzeitig auf der anderen Seite die üppigen Regenwälder bewundern kann. And der Westküste sind auch Nationalparks und Weltkulturerbe zu Hause. Und ein sehr eigenartiges Festival.

Das Hokitika Wildfoods Festival

Hokitika Wildfoods Festival sign. Photo by DBarefoot @ Flickr

Hokitika Wildfoods Festival. Photo von DBarefoot @ Flickr

Hokitika selbst hat ungefähr 3,000 Einwohner. 1860 trieb das Goldfieber viele dorthin, und jetzt dreht sich in Hokitika alles um Landwirtschaft, Tourismus und Forstwirtschaft, da die Stadt das wirtschaftliche Zentrum der Westküste ist. Es gibt sogar einen Hafen und regionalen Flughafen.

Das Wildfoods Festival findet jedes Jahr am zweiten Samstag im März statt. Zum ersten Mal wurde es 1990 gehalten, als Claire Bryant, eine Einwohnerin Hokitikas, das erste Wildfoods Festival ins Leben rief, um die kulinarischen Eigenheiten der Westküste zu feiern. Heute hat sich das Festival von einem kleinen Event mit 1800 Besuchern zu einem grosen, internationalen Festival, mit 15000 Besuchern entwickelt, und hat auch mehrere Tourismuspreise gewonnen.

Jedes Jahr werden neue essbare Seltsamkeiten eingeführt. Von Muscheln zu Innereien, von Wespenlarven Eiskreme zu Straussvogelburgern, von Breitling zu Schnecken, Hai und Skorpionen (roh und gekocht), es gibt nichts das zu furchterregend oder zu wild für’s Festival ist.

Hunger?

Wie wär’s mit Huhu Maden als Vorspeise?
Der Huhu ist ein grosserKäfer der in Neuseeland oft zu finden ist. Die weissen Larven sind ungefähr 7cm lang und in abgestorbenem Holz zu finden.

Huhu at Hokitika Wildfoods Festival. Photo by testpatern @ Flickr

Huhu beim Hokitika Wildfoods Festival. Photo von testpatern @ Flickr

Weiter geht’s mit Würmern:
Das Startled Worm Cafe verlockt Festivalbesucher mit seinem Menu von Schokoladenwurmtrüffeln, Wurm Sushi und Wurm Dukkha.

Worm delicacies at Hokitika Wildfoods Festival. Photo by testpatern @ Flickr

Wurmköstlichkeiten beim Hokitika Wildfoods Festival. Photo von testpatern @ Flickr

Und für die Naschkatzen, ein Dessert auf Milchbasis (oder so):

Die Vormilch ist eine art von Milch die sehr viel Antikörper und Proteine enthält und von den Milchdrüsen noch während der Schwangerschaft kurz vor der Geburt produziert wird. Dieser Stand bietet mehrere Kolostrum- oder Vormilch- Desserts an, zum Beispiel “Mastitis Mousse”, “Kolostrum Käsekuchen”, oder gar “Kolostrum Shots.”

Udderly Divine Desserts at Hokitika Wildfoods Festival. Photo by testpatern @ Flickr

Udderly Divine Desserts at Hokitika Wildfoods Festival. Photo by testpatern @ Flickr

“Kein Hunger” ist keine Entschuldigung für Leute mit schwachen (Geschmacks-)Nerven. Es gibt schliesslich auch genügend Snacks. Vielleicht ein Grasshüpfer, Grille, Käfer, Huhu Made oder Wurm, oder doch lieber ein Getränk? Abenteuerlich wird’s dann sicher bei den Pferdesperma Shots, die man mit einem Energy Drink herunterspült; oder wäre Dir der Rhabarberchampagner lieber? Vielleicht ein GlassStechginster Wein, um den Abend schön ausklingen zu lassen.

Was für’s Auge

Beim Festival geht es nicht nur ums Essen; es gibt auch genügend Unterhaltungsprogramm neben den offensichtlichen kulinarischen Abenteuern. Da gibt es Bands, Komiker, Auftritte von Tanzensembles, oder Pantomime, nur um ein paar zu nennen. Und es sollte noch erwähnt werden, dass man das Festival normalerweise verkleidet besucht – es wird auch ein Preis für’s beste Kostüm verliehen!

Smurfs at Hokitika Wildfoods Festival, South Island

Schlumpf und Schlumpfine. Hokitika Wildfoods Festival, Suedinsel. Foto von Melanie Moran.

Avatars at Hokitika Wildfoods Festival. Photo by Melanie Moran

Avatars beim Hokitika Wildfoods Festival. Foto von Melanie Moran

Das jährliche Festival ist ausserdem eine wichtige Benefizveranstaltung für die Gemeinden und Kleinstädte der Westküste. Die Standinhaber sammeln einige Tausend Dollar für ihre Gemeindezentren und Stadthallen oder geben die Einnahmen weiter and Organisationen wie die West Coast Cancer Society.

Du hieltest dich schon für mutig, weil du die Chilis in Schokoladenglasur probieren wolltest, richtig?
Aber keine Angst, es gibt auch genügend traditionelle Leckereien. Das Festival 2011 hatte sogar einen deutschen Wusrtstand, der Schweine- und Fenchelwürstchen verkauft hat, und sogar den grossen Preis bei der Great New Zealand Sausage Competition gewonnen hat. Wie man sieht, sogar das eher normale Essen ist hervorragend.

Also, was darf’s denn dann für Dich sein?

Christina Hegele

About the author: Christina Hegele runs Sandal Road, a blog on her favourite destinations. It just so happened that 95% turned out to be about New Zealand. Follow Christina and her blog on Twitter, like her blog on Facebook, and subscribe to her Youtube channel. Alternatively, subscribe to her email newsletter at the top right of this blog.

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