German edition: Mount Cook Nationalpark, Neuseeland

Mit 3.754m ist Aoraki Mount Cook Neuseeland’s höchster Berg. Er liegt in den “Southern Alps” auf der Südinsel, und ist dort in guter Gesellschaft: dort gibt es noch ein paar weitere Dutzend Berge über 3.000 Meter, was diese zu einer der atemberaubendsten Regionen der Südinsel macht.

Und dennoch hätte ich auf einer Tour durch die Südinsel beinahe den Fehler gemacht, Mount Cook Nationalpark einfach auszulassen. Ich hatte gerade in einem kleinen Cafe in Twizel zu Mittag gegessen, und fragte mich nach stundenlanger Fahrt, ob ich wirklich noch eine weitere Stunde die schnurgerade Strecke nach Mount Cook Village fahren sollte. Letztendlich konnte ich mich doch noch dazu entschliessen, trotz aller Müdigkeit.

Aoraki Mount Cook, Mount Cook National Park, New Zealand

Mount Cook National Park

Das Wetter war hervorragend, also hielten wir auf dem Weg oft an. Es gibt einige Raststops und Aussichtspunkte entlang der Strasse zum Mount Cook, die direkt von Twizel zum Mount Cook Village führt. Hier ist einer davon:

Lake Pukaki, fed by the Tasman Glacier

Lake Pukaki, fed by the Tasman Glacier

Mount Cook Village

Mount Cook Village ist eine winzige Ortschaft. Es ist hauptsächlich ein Ort für Touristen und Wanderer; es gibt Hotels, Motels, Campingplätzen und ein paar Läden und Restaurants. Mount Cook Village hat nur 230 Einwohner. Das bekannteste Hotel ist das Hermitage Hotel, das es in seiner jetzigen Form seit 1958 gibt. 2001 wurde das Hotel grundrenoviert, aber Touristen zog es schon im späten 19. Jahrhundert dorthin. Kein Wunder, wenn man die Aussicht von den Zimmern bedenkt!

Das Hermitage, Mount Cook Village

Das Hermitage Hotel, Mount Cook Village

In der Ortschaft hat auch das Touristeninformationszentrum viel zu bieten. Über das Department of Conservation (DOC) Visitor Centre kann man Unterkünfte buchen, sowie Aktivitäten und Ausflüge. Ausserdem kann man sich durch die Displays, DVDs und Ausstellungsstücke über den Aoraki Mount Cook Nationalpark, seine Flora und Fauna, und seine Umgebung informieren. Im Sir Edmund Hillary Alpine Centre, können Besucher einen 3D Film über Mount Cook ansehen, sein digitales Planetarium besuchen, und im Museum noch mehr über Sir Edmund Hillary und die Geschichte der Region lernen. Wer sich lieber in der natürlich Umwelt selber umschaut, kann natürlich angeln oder reiten gehen, Bootstouren auf den Gletscherseen machen, oder gar die Region von der Luft aus besichtigen.

Aoraki Mount Cook

Aoraki Mount Cook

Die Gletscher des Mount Cook Nationalparks

Der Mount Cook Nationalpark ist teil des UNESCO Weltkulturerbes der Region Te Waipounamu, oder der Weltkulturerberegion South Westland. Überraschend ist das nicht, denn wenn man einmal die Region gesehen hat, weiss man die atemberaubenden Naturlandschaften, die von den fünf Gletschern Tasman, Hooker, Mueller, Murchison und Godley geformt wurden, zu schätzen. Mit 27km Länge ist derTasman Gletscher Neuseeland’s längster Gletscher.

Die Gegend ist so beeindruckend, dass es einem sehr leicht fällt sich für einen längeren Aufenthalt zu entscheiden. Uns zog es zum White Horse Hill Campingplatz des Department of Conservation, nahe der Hooker Valley Road. Keine schlechte Idee, wie sich herausstellte, da dort viele der Treks und Wanderrouten beginnen. Wer nicht so viel Zeit oder Fitness mitbringt, kann sich den Kea Point Walk vornehmen, der insgesamt nur eine Stunde dauert. Er führt zur Moräne des Mueller Gletschers, von wo aus man Mount Cook bewundern kann. Andere Routen, die beim Campingplatz beginnen, sind der Hooker Valley Walk, der Sealy Tarns Walk (beides Halbtagswanderungen) und der Mueller Hut Walk (Ganztagswanderung). Für weitere Auskünfte zu Wanderungen muss man sich nur ans Department of Conservation wenden, die wie immer alle Broschüren und Flyer haben, die man sich nur vorstellen kann. Hier ist ein Link zu ihren Wanderrouten in der Mount Cook Region:Mount Cook walks.

Eine andere empfehlenswerte Wanderung für Reisende unter Zeitdruck ist der Blue Lakes and Tasman Glacier walk, der an einem Unterstand an der Tasman Valley Road beginnt. Die Wanderung dauert nur 40 Minuten hin und zurück und führt an den Seen (die zugegebenerweise im Sommer eher wie Teiche aussehen) vorbei zum Aussichtspunkt der Moräne des Tasman Gletscher.

Tasman Glacier, Aoraki Mount Cook

Tasman Glacier, Aoraki Mount Cook

 

Tasman Glacier, Aoraki Mount Cook

Tasman Glacier, Aoraki Mount Cook

 

Tasman Glacier Valley, Aoraki Mount Cook

Tasman Glacier Valley, Aoraki Mount Cook

Und woher kommt der seltsame Name des Aoraki?

Aoraki Mount Cook trägt gleich zwei Namen: einen, der ihm von den Europäischen Siedlern gegeben wurde, und einen von den Maori. Der Berg wurde 1851 offiziell Mount Cook benannt, nach dem berühmten Captain James Cook. Allerdings war Mount Cook für die Maori schon immer Aoraki. Eine alte Maori Legende besagt, dass die “Southern Alps” entstanden, als ein Kanu strandete, und seine Passagiere, unter ihnen ein Junge namens Aoraki, auf das Kanu kletterten und versteinerten. Für den Maori Stamm der Ngai Tahu ist Aoraki nach wie vor der wichtigste Vorfahr.

Christina Hegele

About the author: Christina Hegele runs Sandal Road, a blog on her favourite destinations. It just so happened that 95% turned out to be about New Zealand. Follow Christina and her blog on Twitter, like her blog on Facebook, and subscribe to her Youtube channel. Alternatively, subscribe to her email newsletter at the top right of this blog.

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